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Radio 3 The Voice

Podcast

The Voice

Kein Instrument ist uns so nah wie die Stimme. Sie kann säuseln, kratzen, klagen und sich überschlagen. The Voice stellt Sänger*innen aus aller Welt vor – handverlesen und ohne stilistische Grenzen. Jede Folge ist ein Porträt, ein Schlaglicht auf eine Stimme, die es verdient, gehört zu werden.

Der Sound des Erlend Øye

Der Norweger Erlend Øye hat mal in Berlin gewohnt, reiste um die Welt und ist vor einigen Jahren in Italien gelandet. Dort hat er mit drei lokalen Musikern die Band La Comitiva gegründet. Davor hat er mit den Kings of Convenience folkige Songs auf großen Bühnen gespielt und mit seinem Projekt The Whitest Boy Alive seine Gitarre mit clubbigen Sounds kombiniert. Wir erkunden heute all die Sounds, die in seiner Welt entstanden sind.

Piers Faccini

Der britisch-italienische Folk-Sänger und Songwriter mit der ruhigen, warmen und leicht rauen Stimme hat in Frankreich als Künstler und Maler sein Geld verdient, bevor auch noch die Musik dazukam. Nach Touren mit den kalifornischen Singer-Songwritern Ben Harper oder Jack Johnson hat er mehrere eigene Alben veröffentlicht. Auf seinen Aktuellsten spielt er mit verschiedenen musikalischen Traditionen aus unterschiedlichen Jahrhunderten.

Los Angeles nach dem Feuer

Als mehrere Waldbrände die Stadt Los Angeles zu Beginn des Jahres heimsuchten, haben tausende Menschen alles verloren. Von ganzen Stadtteilen blieb nur die Asche, Wohnungen, Häuser, und Nachbarschaften sind zerstört. Auch zahlreiche Musikerinnen und Musiker sind betroffen. Ihre Musik zu präsentieren, soll ein Zeichen zu ihrer Unterstützung setzen. Sie haben es verdient, gehört zu werden.

Kat Frankie

Die australische Singer-Songwriterin Kat Frankie lebt schon seit 20 Jahren in Berlin. Seit einigen Jahren beschäftigt sie sich immer mehr mit A-Capella-Gesang. Ihr Projekt BODIES ist mittlerweile ganz schön angewachsen: Sieben Frauen stehen da gemeinsam mit Kat Frankie als Solistin auf der Bühne. Und das nicht irgendwo, sondern in der Elbphilharmonie oder der Berliner Philharmonie - in großen Konzertsälen, die schnell ausverkauft sind.

Vielleicht war ihr Album "Shiny things" von 2022 schon die Vorbereitung auf diesen Klangwechsel – ein tiefgründiges und atmosphärisch entschleunigtes Album, das viele Probleme der Gegenwart thematisiert und dafür ganz eigene Klangwelten erfindet.

Kurt Weill in Europa und Amerika

Kurt Weill ist einer der wenigen Komponisten, die man schon an den ersten Tönen erkennt. In Berlin hat er mit der "Dreigroschenoper" einen echten Klassiker des modernen Musiktheaters geschaffen. Als Exilant in den USA schrieb er für den Broadway erfolgreiche Musicals. Seine Songs müssen nicht unbedingt von ausgebildeten Sängerinnen und Sängern gesungen werden, auch in der Folk-, Rock- und Pop-Szene genießen sie hohes Ansehen. Diese Sendung ehrt den 125. Geburtstag von Kurt Weill.

Veronika Harcsa

Die ungarische Jazz-Sängerin Veronika Harcsa ist in letzter Zeit gleich mit mehreren interessanten Alben aufgefallen: Das Album "Schubert NOW" ist zusammen mit dem ungarischen Komponisten und elektronischen Klang-Künstler Bálint Bolcsó und der russisch-ungarischen Harfenistin Anastasia Razvalyaeva entstanden. Darin verwandelt sie Schuberts Lieder durch zeitgenössische Klänge und singt mal mit klassischen Gesangstechniken, mal mit Gesangtechniken aus dem Jazz. Was herauskommt, ist je nach Song sehr düster oder sehr sinnlich.

Honne

Das Londoner Duo Honne hat eine gute Frage zum Titel eines Albums gemacht: Was würdest Du tun, wenn die Welt in einer Woche untergehen würde? Seit gut zehn Jahren machen James Hatcher und Andy Clutterbuck elektronisch geprägte Musik, wobei letzterer mit seiner ungekünstelt rauen Stimme einen großen Teil der Magie dieses mehrfach mit Gold-Alben ausgezeichneten Duos ausmacht. Gerade haben sie ein neues Album rausgebracht, Ouch, das sie am 22.2. im Kesselhaus Berlin vorgestellt haben.

Leléka

Leléka ist sowohl der Künstlername der ukrainisch-stämmigen Sängerin Viktoria Leléka als auch der Name ihres Berliner Folk-Jazz-Quartetts. Für ihre Musik – ukrainische Volkslieder kombiniert mit modernen Jazz-Rhythmen und elektronischen Klängen – hat Leléka schon verschiedene Preise gewonnen: Den 1. Preis beim Creole Music Contest in Berlin zum Beispiel, den Europäischen Nachwuchspreis bei der Internationalen Jazzwoche in Burghausen – und mit ihrem Album "Sonce u Serci", ukrainisch für ("Sonne in deinem Herzen") wurde Leléka als "Band des Jahres 2022" für den Deutschen Jazzpreis nominiert. Mit ihrem aktuellen Album "Kolysanky" (Schlaflieder) hat Leléka eine Song-Sammlung zusammengestellt, die ganz dem Einschlummern und Wegträumen gewidmet ist.

Clara Sofie

Die dänische Singer-Songwriterin Clara Sofie ist in ihrem Heimatland schon lange bekannt. Hier könnte sie es langsam werden. Sie hat einen Song zur Streaming Serie "Babyfever" beigesteuert. Die Tochter einer katholischen Mutter und eines buddhistischen Vaters ist mit der Musik von Mozart aufgewachsen – und ist seit vielen Jahren in ganz unterschiedlichen Genres unterwegs– auf dem Weg zu sich. Wir hören heute jede Menge dänische Songs von ihr.

Gene Clark

Er war Gründungsmitglied der Byrds und hat etliche ihrer großen Hits geschrieben. Gene Clarkes Leben und seine Karriere als Musiker waren ein Spannungsfeld zwischen Genie und Wahnsinn. Für den großen Erfolg stand er sich bisweilen selbst im Weg. Seine Texte handeln oft von den Steinen, die im Leben so im Weg liegen. Davon hatte er reichlich. Clarkes Songs sind von berührender Intimität und Offenheit.

Etta Scollo

Die vielfach ausgezeichnete Sängerin, Gitarristin und Komponistin lebt seit den 90er Jahren in Berlin. Ihrer Heimat Sizilien bleibt Etta Scollo aber verpflichtet – nicht nur durch die Verwendung musikalischer Elemente aus Renaissance und Barock, sondern auch durch die Geschichten, die sie erzählt. Geschichten, die von Vereinzelung handeln, von erlebtem Leid wie Vertreibung und Entwurzelung – aber auch von Heimat und Identität. Auf ihrem neuen Album "Nirgendland" interpretiert Etta Scollo jetzt mit jazzigen Klängen und Chanson-Elementen Texte von Mascha Kaléko – eine Poetin, die 1938 vor dem Nazi-Regime ins Exil in die USA fliehen musste. Die Gedicht-Zeile "Zur Heimat erkor ich mir die Liebe" ist ein programmatischer Anker für das ganze Album, auf dem auch Gäste wie die Schauspielerin Eva Mattes oder die deutsche Liedermacherin Dota Kehr mitgewirkt haben.

Yelena Kuljic

Die Sängerin und Schauspielerin mit der markanten Stimme und dem zuweilen gebrochen klingenden Gesang arbeitet mit unterschiedlichen Band-Formationen und lebt so ihre große Vielfalt aus. Wir haben sie zu Beginn ihrer Musik-Karriere mit dem Trio Y-Move 2006 kennengelernt. Seitdem hat sich die Sängerin stetig weiterentwickelt und ausprobiert. Ihre ungewöhnliche Art zu singen ist es, die egal in welche Richtung sie sich bewegt, eine hohe Wiedererkennbarkeit hat und vor allem einzigartig ist.

Samara Joy

Diese junge Jazz-Sängerin aus der Bronx in New York hat mit ihrer samtweichen Altstimme einen erstaunlich steilen Karrierestart hingelegt: 2019 gewinnt sie die Sarah Vaughan International Jazz Vocal Competition, zwei Jahre später tourt sie mit ihrem Debutalbum durch Europa und tritt da gleich mal im Ronnie Scott’s Jazz Club auf - zur absoluten Begeisterung ihres Publikums.

A Singer Songwriters Christmas

Die Weihnachtszeit kriegt sie – fast – alle rum... Von Frank Sinatra, Joan Baez, Fiona Apple, Laura Marling, Willie Nelson, Rufus Wainwright, Emmylou Harris oder Norah Jones.. Sie alle haben - wenn nicht Weihnachts-Alben - Weihnachtssongs rausgebracht. Von ktischig bis ein wenig anders. Auf jeden Fall alles absolute Hinhörer

Alle älteren Folgen von The Voice sind hier in der Audiothek zu finden.

Credits

The Voice | 2022-2024 | immer Samstags
Eine Produktion von radio 3 für den rbb, Rundfunk Berlin Brandenburg

Logo rbb (Bild: rbb)
Drei Musiker treten auf einer Bühne mit rotem Licht auf.
Audio
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