Die Dokumentation zeigt Ausschnitte aus der Nils Holgersson-Zeichentrickserie, aber auch aus anderen Verfilmungen ihrer 31 Romane. Er enthält viel zeithistorisches, bewegtes Archivmaterial, auf dem nicht selten Selma Lagerlöf selbst zu sehen ist. Und zu hören, denn als moderne und emanzipierte Frau nutzte Selma Lagerlöf auch Radio und Fernsehen.
Zu Wort kommen die Biografinnen Anna Nordlund und Anna Karin Palm, der Biograf und Herausgeber ihrer Briefe, Holger Wolandt, sowie der Literaturkritiker Thomas Steinfeld, der "Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden" erstmals vollständig ins Deutsche übersetzte. Der Film zitiert aus Lagerlöfs wichtigsten Werken, aber auch aus ihren zahlreichen Briefen, gelesen von der Schauspielerin Hanna Schygulla.
Nach Veröffentlichung ihres ersten Romans "Die Saga von Gösta Berling" lernte Selma Lagerlöf die Schriftstellerin Sophie Elkan kennen, einige Jahre später dann die Lehrerin Valborg Olander. Viele Jahre ihres Lebens lebte Lagerlöf mit zwei Frauen zugleich und wurde, wie der Film zeigt, zu einer Ikone für Homosexuelle. Doch Selma Lagerlöf kämpfte vor allem für die politische Gleichberechtigung und setzte sich für das Wahlrecht der Frauen ein.
NDR | 2021 | 44 Min.
Buch und Regie: André Schäfer
Producer: Anna Steuber, Thomas Rosenberg
Produzent: André Schäfer
Produktionsleitung: Melanie Clausen (NDR), Oliver Lau
Redaktionsassistenz: Britta Büttner
Redaktion: Monika Schäfer
Leitung: Ulrike Dotzer
Eine Produktion von Florafilm im Auftrag des NDR, Norddeutscher Rundfunk in Zusammenarbeit mit ARTE