Der "Heroin Chic" Trend aus den späten 90ern ist zurück - damit gemeint sind Frauenkörper, die so mager und blass sind, wie man es sonst nur von Drogensüchtigen kennt. Befeuert wird das durch immer beliebter werdende Abnehmspritzen wie Ozempic. Klar, der Hype ums dünn sein war nie ganz weg. Aber die letzten Jahre haben curvy Sanduhr-Figuren wie die der Kardashians das Schönheitsideal geprägt. Parallel haben Aktivist:innen der Body Positivity Bewegung für die Akzeptanz einer größeren Körpervielfalt gekämpft. Jetzt, wo super skinny sein wieder im Trend ist, müssen wir uns die Frage stellen: Waren die Kämpfe der Body Positivity Bewegung umsonst? Wie gehen wir damit um, dass der Druck, dünn zu sein, wieder steigt - mit allen Problemen, die damit einhergehen? Das besprechen wir mit Melodie Michelberger, die sich seit Jahren mit dem Thema beschäftigt. Hinweis: In dieser Folge geht es auch um Essstörungen.
You and I, we were born to die - aber gilt das auch für sie? Heute sprechen wir über das Phänomen Lana del Rey, eine der bekanntesten Musikerinnen unserer Zeit. Sie wurde 2012 mit ihrer einzigartigen Sad Girl Ästhetik und Songs voller Melancholie und Nostalgie vor allem auf Tumblr berühmt. Heute ist sie längst im Mainstream angekommen. Mit einer ganz eigenen Strategie, ihre Star-Persona zu kreieren, schafft sie es seit Jahren, Kontroversen zu entgehen, ohne groß kritisiert zu werden. Denn Lana del Rey inszeniert sich als zeitlose und unsterbliche Musik-Legende, die unantastbar über den Dingen zu schweben scheint. Wie genau ihr das gelingt, darum geht es heute.
Das BookTok-Phänomen "Dark Romance” löst Diskussionen aus wie kein anderes Buch-Genre. Denn in diesen Liebesgeschichten geht es um gewaltvolle Beziehungen, Sex mit Machtgefälle, um Stalker, dominante Männer und unterwürfige Frauen. Gelesen und gefeiert wird das ... ausgerechnet von jungen Frauen. Wir fragen uns: Warum catchen diese Storys so viele (gerade junge) Frauen? Zusammen mit Auri Sattelmaier vom PULS Sexpodcast "Im Namen der Hose” sprechen wir über die psychologischen Hintergründe von sexuellen Gewaltfantasien und über den Unterschied zu echten Bedürfnissen in Beziehungen - und wir fragen uns, ob Dark Romance unser Dating-Leben negativ beeinflusst.
Kanye West (aka Ye) hat einen beispiellosen Absturz hingelegt - vom gefeierten Musikstar zum öffentlich bekennenden Nazi. Seine Millionen-Reichweite nutzt er zur Verbreitung von rassistischer, faschistischer und misogyner Hetze. Wir müssen darüber reden - denn die aktuellen Skandale reihen sich ein in einen jahrelangen Streit mit Taylor Swift, Kontrollwahn in Beziehungen, größenwahnsinnige Aktionen und vorherige rassistische und antisemitische Aussagen. Spätestens seit dem Verkauf von Hakenkreuz-T-Shirts stellt sich die Frage: WTF geht bei Kanye West?!
Was bedeutet Fan sein für euch? Eine so intensive Beschäftigung mit dem Privatleben eurer Lieblingspromis, dass ihr in Fanfictions über deren Liebesleben fantasiert? Oder versucht ihr am Verhalten der Stars geheime Botschaften abzulesen? Da gibt es ja die wildesten Theorien, wer zum Beispiel heimlich queer sein könnte. Da geht es um Stars wie Harry Styles, Taylor Swift oder Louis Tomlinson. In der heutigen Folge fragen wir uns, zusammen mit Sophia Sailer vom PULS Podcast "Willkommen im Club": Bis wohin ist das einfach ein witziger, verbindender Fan-Moment - und ab wann geht es zu weit?
Mode wird schon immer genutzt, um etwas auszusagen: Zum Beispiel, welche Musik wir hören, welche politische Einstellung wir teilen oder ob wir queer sind. Deshalb ist es super spannend, Kleidung zu interpretieren und zu überlegen, was die Person uns mit ihrem Outfit mitteilen will. Besonders bei Promis wird Fashion immer wieder sehr intensiv analysiert. Gerade zum Beispiel das Kleid von Luisa Neubauer bei der Eröffnung der Berlinale oder der Hut von Melania Trump bei der Präsidentenvereidigung. In dieser Folge sprechen wir über die Macht von Mode und die verschiedenen Wege, uns mit Fashion auszudrücken. Außerdem fragen wir uns, wann Fashion-Analysen oberflächlich sind und ein T-Shirt einfach nur ein T-Shirt ist.
Lasst ihr euch gerne auf neue Serien ein oder schaut ihr lieber, was ihr schon kennt? Rewatching erlebt gerade einen riesigen Hype - egal ob FRIENDS, Winx, Gossip Girl oder Twilight. Und das, obwohl wir teilweise feststellen müssen, dass geliebte Storylines und Charaktere wenn wir sie jetzt gucken, ziemlich weird und problematisch sind. Warum lieben wir Rewatching trotzdem so sehr? In dieser Folge geht es um die Psychologie hinter Rewatching und die Frage, ob es besser wäre, bestimmte Serien in der Vergangenheit nicht mehr zu schauen.
Ikkimel releast am Valentinstag ihr Debüt-Album "F0TZE". Die Rapperin wird seit Monaten kontrovers diskutiert, gefeiert oder gehatet - wegen ihrer knappen Outfits, den expliziten Lyrics über S€x und Dr0gen und ihrer Musikvideos voller P0rn0-Anspielungen. Dabei ist Ikkimel nicht die erste Künstlerin, die mit einer "Slvt"-Ästhetik provoziert. Sie steht damit in einer langen Tradition von Künstlerinnen wie Madonna und Miley Cyrus. Wir analysieren in dieser Folge, wieso das die Menschen immer wieder schockiert - und was daran empowernd sein kann.
Mal ehrlich: Wir alle lieben Dating-Shows, oder? Mit Reality-Formaten wie zuletzt "Love is Blind” werden wir ständig mit neuen Beziehungen, Break-ups und Gossip versorgt - Fremdgehen, toxische Couples und Streit inklusive. Neben Fans gibt es aber auch viele Kritiker:innen, die befürchten, dass solche Serien schlechten Einfluss auf uns Zuschauer:innen haben. Deshalb sprechen wir diese Woche darüber: Normalisieren Dating-Shows problematisches Dating-Verhalten wie Fremdgehen oder können wir uns beim Zuschauen etwas für unsere echten Beziehungen abgucken?
Ob Girl Dinner, Girl Math oder Girl Logic: Social Media ist voll mit Trends, in denen mädchenhafte Eigenschaften im Mittelpunkt stehen. Es geht dabei sowohl um Ästhetik - rosa Schleifen, Freundschaftsarmbändchen, Glitzerkleider, bunte Haarspangen - als auch um Werte wie Freundinnenschaft, Gemeinschaft und Empathie. Kurz: Wie ein "Girl” auszusehen und sich "girly” zu verhalten, ist im Trend! Das war aber nicht immer so: Es gab Zeiten, in denen es erstrebenswert war, bloß nicht "like the other girls” zu sein. Auf den ersten Blick wirkt "Girl Culture” also empowernd: Weiblichkeit wird nicht mehr abgewertet, sondern gefeiert.Was daran schwierig ist: Der Trend funktioniert oft über krasse Klischees und reproduziert unter anderem das Stereotyp des naiven, hilflosen, unwissenden Mädchens. Deshalb fragen wir uns in dieser Folge: Ist Girl Culture feministisch oder problematisch?
Wir diskutieren gerade immer wieder über Machtmissbrauch: Die Skandale rund um Rapper P. Diddy, die Vorwürfe an den Fotografen der Band Jeremias und das Statement von El Hotzo. Auch Valentina kennt viele Beispiele, in denen Machtmissbrauch eine Rolle gespielt hat: Weil Leute das Gefühl hatten, Menschen in Machtpositionen gefallen zu müssen oder von ihnen in unangenehme Situationen gebracht wurden.Die Fälle, die immer wieder für Schlagzeilen sorgen, sind aber nur die Spitze des Eisbergs. Machtmissbrauch kommt auch in unserem Alltag vor. Meist zeigt er sich weniger eindeutig, zum Beispiel in der Schule, bei der Arbeit oder auf Partys. Oft erkennen wir solche Dynamiken erst, wenn schon viele Grenzen überschritten sind.In dieser Folge sprechen wir deshalb darüber, wie wir schon frühe Anzeichen erkennen, ob jemand seine Macht missbraucht, und was wir tun können, um uns in solchen Situationen gegenseitig zu unterstützen und Grenzen zu ziehen. Content Note: In dieser Folge geht es unter anderem um sexuellen Missbrauch.
BookTok hat die Buchbranche verändert - zum Guten oder Schlechten? Mit BookTok ist lesen wieder cool geworden. Kritiker:innen werfen einigen der beliebtesten BookTok Bücher aber fragwürdige Moralvorstellungen, schlecht geschriebene Storylines oder oberflächliche Charaktere vor. Hat BookTok der Buchbranche also einen Gefallen getan oder zerstört es die Literatur? Und was hat die Kritik an BookTok damit zu tun, wie wir mit weiblichen Interessen umgehen?
Das Jahr geht zu Ende und wir finden, das ist die perfekte Zeit, um über ein Thema zu reden, das uns alle jeden Tag begleitet: Social Media. Wir haben wohl zu kaum etwas so ein gespaltenes Verhältnis: Einerseits sind wir täglich stundenlang online. Andererseits träumen wir von weniger Screentime. Wir lieben den Kontakt zu unseren Freund:innen und Communitys. Gleichzeitig macht uns der ewige Vergleich durch Social Media krank. Wir suchen Ablenkung, während uns stumpfes Doomscrolling vom Schlafen abhält. Irgendwann fühlen wir uns nicht mehr entertaint, sondern schrecklich. Warum steht unsere Generation Social Media so kritisch gegenüber und bleibt trotzdem dauer-online? Finden wir einen Neujahrsvorsatz, mit dem ein bewussterer und gesünderer Umgang mit Ista, TikTok und Co funktioniert? Content Note: In dieser Folge geht es unter anderem um selbstverletzendes Verhalten und Suizid.
Ältere Folgen vom Popkultur-Podcast Internet Girl finden Sie hier in der Audiothek.
BR | seit Dezember 2024 | dienstags
Host: Valentina Vapaux
Redaktion: Valentina Vapaux, Amelie Neumann
Eine Produktion von One Pod Wonder für PULS, BR, Bayerischer Rundfunk