Zwei ganz unterschiedliche Stunden Jazzlabor mit Julia Hemmerling. In der ersten Stunde reisen wir in den Bergbauort Freiberg. Ab dem 9. April starten dort die Freiberger Jazztage. Und die zweite Stunde ist voller neu erfunden Jazz. Mit dabei zum Beispiel „Beamo“ von Leszek Możdżer, Lars Danielsson und Zohar Fresco. Etwas unwohl und dennoch mitreißend ist diese Platte, die einfach mal eine ganz neue Tonalität anwedet. Will heißen: Klingt erstmal schief, aber mit dem Zuhören lösen sich die Knoten. Am Ende: Ein Meisterwerk!
"Wir haben einen vierten Spielpartner und das ist das Repertoire". Und das macht manchmal, was es will. Songs aus dem kollektiven Bandgedächtnis tauchen auf und verschwinden wieder, wie von Geisterhand. Keiner, weder Tim Levebre, noch Erik Schaefer, noch Wollny selbst wissen, wie das passiert. Mit "Living Ghosts" setzt das Michael Wollny Trio eine neue Landmarke: Der einzelne Song ist out, Zeit ist keine relevante Größe, die Erde ist keine Scheibe, Musik hat ihr Eigenleben. Mit Julia Hemmerling hat Wollny über den rätselhaften Vierten in der Band gesprochen.
Vor 100 Jahren wurde die Jazzpianistin Jutta Hipp geboren. Sie ist unter Musikern eine Legende, hat in den 40er und 50er Jahren den Bebop, den Cool Jazz, den Hard Bop gespielt, und dennoch atmeten ihre Improvisationen Bach.
"Musik gehört niemandem, auch nicht die Inspiration. Beides ist uns gegeben, ohne dass wir sie besitzen können". Der israelische Bassist Avishai Cohen liebt sein Trio mit dem Pianisten Guy Moskovitch und der 24 Jahre jungen Schlagzeugerin Roni Kaspi. Ihre grenzenlose Inspiration hebt seine Kompositionen in neue Sphären. Doch wer ist dieser Bassist, dessen Leben sich zwischen den USA und Israel abspielt und der immer wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Julia Hemmerling hat ihn online getroffen.
War das ein Jahr: Von Johannes Bigge über Johanna Summer bis zu Joachim Kühn. Alle im Jazzlabor gewesen. Den Jahresausklang bei Lebkuchen feiert das Jazzlabor in der zweiten Stunde mit dem Duo Stiehler/Lucaciu
Wünschen wirkt Wunder: Ed Partyka, Big Bands dirigieren, mit Nina Chuba und Clueso spielen. Posaunistin Antonia Hausmann erzählt aus ihrem Leben bei einem Abenteuerspaziergang durch den Leipziger Auwald.
„Wenn Du Deine Musik spielen willst, gründe Deine eigene Band.“ Mit diesem Satz schickte Klaus Doldinger seinen Schlagzeuger Wolfgang Haffner in die Solokarriere. Im Jazzlabor trifft Julia Hemmerling einen glücklichen Komponisten.
Fast zwei Stunden war Wolfgang Haffner zu Gast. Die erste Stunde im Jazzlabor wird sein neues Album "Life Rhythm" erforscht. In der zweiten Stunde spricht Haffner über Songs, die ihn beeinflusst haben.
Jazz und Stepptanz sind Geschwister, sagt der schlaksige Tänzer Sebastian Weber. Das Jazzlabor findet sich in dieser Folge auf dem Tanzboden eines Probensaals wieder und erforscht die Welt der üb er.
Über 60 Jahre lang hat er den Jazz weltweit geprägt, wie kein anderer deutscher Jazzpianist. Jetzt will er sich zurückziehen – außer Michael Wollny ruft ihn wieder an. Dann ist das Leben halt Jazz-Improvisation. Julia Hemmerling hat Joachim Kühn getroffen.
Musiker und Produktionen die neue musikalische Maßstäbe setzen. Jazz in allen Facetten, in der Verbindung mit anderen Genres und Musikrichtungen sowie aus Grenzbereichen von ethnischen Traditionen, Neuer Musik oder avancierter Pop-Rockmusik.
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Eine Produktion von MDR Kultur, Mitteldeutscher Rundfunk