Trotz gewachsener Nachfrage sind die Honorare in der deutschen Manga-Branche in den letzten Jahren kaum gestiegen. Manga-Zeichner und -Übersetzer klagen über Schlafmangel, Geldnot und sogar Verletzungen durch Überarbeitung. Einige in der Branche zerbrechen am Druck.
Dabei hat sich der Umsatz mit gedruckten Manga-Büchern zwischen 2011 und 2024 vervierfacht. Während der Pandemiejahre 2020 bis 2022 explodierte die Nachfrage nach Manga. Im Rekordjahr 2022 kauften die Deutschen sogar Manga im Wert von 95,3 Millionen Euro. Viele der neu gewonnenen Leserinnen und Leser kaufen offensichtlich nach den Corona-Jahren weiterhin Manga, denn die Verkaufszahlen blieben seither stabil und sind nur minimal gesunken. In den Honoraren der Zeichner und Übersetzerinnen spiegelt sich der gestiegene Umsatz nicht wider.
Der Film "Stress, Burnout, Ausbeutung: Womit Manga-Zeichner in der Comic-Industrie kämpfen" dokumentiert die ausführliche Recherche zum Thema und zeigt dabei auf, wie hart das Business von Manga-Zeichnerinnern und -Zeichnern ist, vergleicht die Arbeitsbedingungen von Mangaka in Japan und Deutschland und beleuchtet die Sichtweise hiesiger Verlage.
MDR | 2025 | 29 Minuten
Ein Film von Tycho Schildbach
Produktionsleitung: Luise Mietzsch
Redaktion: Roland Jäger, Richard Schönjahn, Nadja Storz
Eine Produktion des MDR